Kontrast:    Schriftgröße:

SCHULISCHE ANGEBOTE

Schulische Veranstaltungen zur Umweltbildung an der Station Natur und Umwelt

Beratung, Betreuung und Koordination:
Jörn Ziegler
Fon 0202 563-7448
Fax 0202 563-8071
ziegler@stnu.de

Eine telefonische Sprechstunde findet während der Unterrichtswochen jeweils dienstags von 15 bis 16.30 Uhr und mittwochs von 12.30 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung statt.

 

Der Schulservice der Station Natur und Umwelt bietet seit 1984 kostenfrei die Durchführung von Unterricht im Rahmen der Umwelterziehung für alle Schulformen und Jahrgangsstufen an. Dieser kann als Einstieg, Vertiefung oder Abschluss einer Unterrichtsreihe genutzt werden.

Die Angebote umfassen in der Regel einen Unterrichtsvormittag und werden inhaltlich individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Besuchergruppe abgestimmt. Gerne können auch Unterrichtstermine für den Nachmittag vereinbart werden.

Der Schwerpunkt der Arbeit an der Station Natur und Umwelt liegt im handlungsorientierten Bereich, wobei durch die reale Begegnung mit den Phänomenen der lebendigen Natur neben den kognitiven besonders emotionale Lernziele erreicht werden können. Die Bestimmung von Pflanzen und Tieren ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Umweltbildung an der Station Natur und Umwelt.

Nach Absprache können Lehrkräfte das gesamte Außengelände mit den diversen Biotopen, die Schulungsräume und die Lehr- und Lernmaterialien auch selbstständig für ihren Unterricht nutzen.

Anmeldeverfahren

Terminanmeldungen erfolgen ausschließlich über das hier bereitgehaltene Formular. Die Anmeldephasen beginnen jeweils drei Wochen vor Ende des laufenden Schulhalbjahrs für das nächste Schulhalbjahr.

Bei allen Veranstaltungen in unserer Einrichtung erfüllen wir mit unseren Abstands-, Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen sämtliche Vorgaben der Coronaschutzverordnung. Insbesondere mit den folgenden Maßnahmen stellen wir eine sichere Lernumgebung für Sie und Ihre Klassen und Kurse bereit:

  • Der Schwerpunkt der Unterrichtseinheiten lag immer schon im Naturlehrgebiet. Wir haben diesen Anteil im Freien nun noch einmal vergrößert und den Aufenthalt im Klassenraum auf ein Minimum reduziert.
  • Dank unserer mobilen Trennwände können wir die Größe unseres Schulungsraum je nach Größe Ihrer Klasse bei Bedarf verdoppeln. Damit kann problemlos der von der Stadt gewünschte Abstand von 1,50 Metern auch innerhalb der Klassenräume für alle Jahrgangsstufen und Schulformen umgesetzt werden.
  • Vor und nach jedem Klassenbesuch werden alle Tische und Geräte desinfiziert.
  • Wir stellen eine regelmäßige und wirksame Lüftung der Klassenräume sicher und werden hierbei von eigens installierten CO2-Ampeln unterstützt.

Themen

Die Themen orientieren sich an den vorhandenen Biotopen. Der Unterricht wird auf die didaktischen und methodischen Anforderungen der jeweiligen Besuchergruppe abgestimmt. Die Unterpunkte zu den einzelnen Themenblöcken können abhängig von der Schwerpunktsetzung ergänzt und erweitert werden.

Die folgenden Inhaltsfelder der aktuellen Kernlehrpläne finden Berücksichtigung:

  • Tiere und Pflanzen im Jahreslauf
  • Tiere und Pflanzen in Lebensräumen
  • Biodiversität – Vielfalt und Anpassungen von Lebewesen
  • Energiefluss und Stoffkreisläufe
  • Ökosysteme und ihre Veränderungen (Populationsdynamiken, Umweltfaktoren, ökologische Potenz)
  • Ökologie und Naturschutz
  • Sinne und Wahrnehmung

Lebensraum Teich (April bis Oktober)

• Pflanzen und Tiere am und im Teich
• Untersuchung von Kleinlebewesen
• Heimische Amphibien
• Abiotische Faktoren im Teich
• Biotopkartierung

Lebensraum Boden (März bis November)

• Verrottung organischer Stoffe
• Sammeln, bestimmen und zeichnen von Bodenlebewesen
• Messung verschiedener Bodenparameter
• Pflanzen zeigen den Boden an

Lebensraum Wald (ganzjährig)

• Bestimmen von Waldpflanzen
• Nahrungsnetze im Wald
• Samen und Früchte
• Aufbau und Funktion von Waldökosystemen                                                                                                                • Vogelarten als Indikatoren für den ökologischen Zustand eines Waldes

Lebensraum Bach (ganzjährig ab Klasse 10)

• Lebewesen in einem Fließgewässer
• Bäche und Trinkwasser
• Biologische Gewässergütebestimmung
• Kartierung eines Bachabschnittes

Lebensraum Moor (Juni bis Oktober)

• Moorentstehung und -gefährdung
• Pflanzen und Tiere im Moor
• Anpassung von Pflanzen an einen extremen Lebensraum

Lebensraum Wiese (Mai bis Oktober)

• Pflanzen und Tiere auf verschiedenen Wiesentypen
• Pflanzen zeigen abiotische Faktoren an
• Pflanzenbestimmung und -herbarisierung
• Streuobstwiesen

Biodiversität (ganzjährig)

• Heimische Vogelarten
• Anpassung von Pflanzen und Tieren an verschiedene Lebensräume
• Tierspuren
• Artenvielfalt, Artensterben und Schutzmaßnahmen                                                                                                    • BNE: Rückkehr von Luchs, Wolf, Bär und Wisent

Acker und Gartenbereich (März bis Oktober)

• Anlage und Betreuung von Gartenelementen und Beeten
• Einsaat und Ernte von Ackerfrüchten (Hafer, Roggen, Dinkel, Kartoffeln)
• Verarbeitung von Kräutern, Gemüse, Heilpflanzen und Obst
• Ökologische Gärten, Permakultur

Natur- und Wildnispädagogik (ganzjährig)

• Fortbewegung, Wahrnehmung und Orientierung in der Natur
• Überleben in der Natur

BNE: Nachhaltige Entwicklung (ganzjährig)

• Ernährungsgewohnheiten
• Konsumverhalten
• Recycling, Upcycling
• Klima- und Gewässerschutz

Projekte

Mehrtägige Projekte sowie Unterrichtsreihen und Arbeitsgemeinschaften können durchgeführt werden, wenn sie frühzeitig angemeldet und inhaltlich abgesprochen werden.

Auch praktische Arbeiten mit Schülergruppen beim Bau und der Pflege von Einzelbiotopen können Inhalte solcher Projekte sein.

Jahresarbeiten in den Fächern Biologie und Geographie der Jahrgangsstufe 12

Das Gelände der Station Natur und Umwelt, das Gelpetal und das Naturschutzgebiet Marscheider Teichanlagen bieten zahlreiche Themen für Jahresarbeiten in der Jahrgangsstufe 12. Schülerinnen und Schüler können bei der Themenwahl und der Anfertigung der Arbeit beraten und betreut werden.

Amphibienschutzaktion (Februar bis März)

Freiwillige im ökologischen Jahr sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger helfen den Tieren an Wanderstellen. Lerngruppen können sich aktiv beteiligen oder für bestimmte Wanderstellen Patenschaften übernehmen.

Interessierte Gruppen melden sich bitte (auch kurzfristig) unter 0202 563-7448 telefonisch an.

Patenschaften

Von interessierten Gruppen können Patenschaften für einzelne Biotope oder Gartenelemente übernommen werden. Eine selbstständige Betreuung und Pflege kann jeweils für eine Vegetationsperiode bzw. Bewirtschaftungsperiode vereinbart werden. Nach Absprache werden Werkzeuge und Materialien, aber auch personelle Unterstützung angeboten.

Lehrerfortbildung

An der Station Natur und Umwelt werden regelmäßig Lehrerfortbildungsveranstaltungen für alle Schulformen zu den verschiedensten umweltrelevanten Themen angeboten.

Beratung

Zusätzlich zur Beratung bei geplanten Unterrichtsveranstaltungen an der Station Natur und Umwelt können Lehrerinnen und Lehrer, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter sowie Lehramtsstudierende Beratungstermine vereinbaren.

Je nach Bedarf können didaktisch-methodische Hinweise zur schulischen Umwelterziehung gegeben und Materialien ausgeliehen werden.

Waldjugendspiele

Jedes Jahr im September finden auf dem Gelände der Station Natur und Umwelt und im angrenzenden Gelpetal die Waldjugendspiele für alle vierten Klassen der Wuppertaler Grundschulen statt. Auf einem Parcours durch den Wald müssen viele spannende Fragen rund um den Wald geklärt werden. Ausgerichtet werden die Waldjugendspiele von der Waldjugend Wuppertal (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald) und dem Ressort Grünflächen und Forsten.

Ansprechpartner:
Jan Henrik Frieg
Fon 0171 5509393
jan.frieg@stadt.wuppertal.de

Angebote für die Offene Ganztagsschule

Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule bieten wir vor Ort in der Schule Kurse in Blöcken an, die jeweils aus vier Veranstaltungen bestehen. Die Kosten betragen pro Block 200 Euro.

Ansprechpartnerin:
Renate Scandale
Fon 0202 563-6291
mail@stnu.de