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FEUCHTWIESEN

Nasse Füße erwünscht

Feuchtwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen. Da sie im Bereich von Flusstälern, an Seen oder in Senken liegen, weisen sie zeitweise eine hohe Bodenfeuchtigkeit auf. In Mitteleuropa entstanden sie meist durch menschliche Nutzung und gehörten zu den weit verbreiteten Lebensräumen. Ein bis zweimal jährlich wurden die Wiesen gemäht, um Streu und Futter für die Nutztiere zu gewinnen. Durch Entwässerung, intensive landwirtschaftliche Nutzung und Baumaßnahmen verschwanden jedoch immer mehr Feuchtwiesen und mit ihnen viele auf diesen Lebensraum angewiesene Arten.

Auf dieser 1987 angelegten Feuchtwiese finden sich Pflanzen, wie etwa Schlangenknöterich, Knabenkraut und Mädesüß sowie Amphibien und Reptilien. Die zahlreichen Insektenarten locken die verschiedensten Vogelarten an. Eine regelmäßige Mahd nach der Blütezeit sichert den artenreichen Pflanzen- und Tierbestand und verdrängt hochwüchsige Konkurrenten.