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HOCHMOOR

Eine echte Urlandschaft

Naturnahe Hochmoore sind vom Menschen relativ unbeeinflusste „Urlandschaften“. Sie entstanden nach der letzten Eiszeit in Senken mit wasserundurchlässigen Böden als so genannte Niedermoore und bedeckten noch vor einigen Jahrzehnten große Teile Norddeutschlands, die Nordränder der Mittelgebirge und der Alpen. Durch das stetige Wachsen der Torfmoose sind sie von Boden und Grundwasser getrennt. Der Untergrund (Torf) ist ständig feucht, sauer und sehr mineralienarm. Nur wenige Tier- und Pflanzenarten wie der fleischfressende Sonnentau haben sich diesen Bedingungen angepasst. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Moore systematisch kultiviert und durch Entwässerung für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Der Torf diente als Brennmaterial und Dünger. Heute sind Hochmoore in ihrem Bestand stark bedroht und damit auch die Tiere, die auf weite, von Menschen ungestörte Gebiete angewiesen sind.